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Projektmanagement im Wandel

Wie KI neue Potenziale erschließt

Lesezeit: 12 Minuten
Worum geht es in diesem Beitrag?

Projekte in Unternehmen werden immer komplexer: Mehr Stakeholder:innen, mehr Daten, mehr Dynamik. Um diesen wachsenden Herausforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig insbesondere operative und administrative Projektaufgaben effizient zu bewältigen, kann das enorme Potenzial der Künstlichen Intelligenz (KI) im Projektmanagement gezielt unterstützen.

Denn das Automatisierungspotenzial durch KI ist erheblich: McKinsey schätzt, dass generative KI und weitere Technologien Arbeitsaktivitäten übernehmen können, die heute 60 bis 70 Prozent der Arbeitszeit binden.

Auch im Projektmanagement deuten Marktprognosen darauf hin, dass insbesondere administrative und standardisierbare Aufgaben künftig deutlich stärker KI-gestützt ablaufen werden.

Welche Effizienzgewinne sowie weitere Potenziale sich durch KI im Projektmanagement heben lassen und welchen Mehrwert dies den unterschiedlichen Rollen bietet, soll in diesem Blogbeitrag näher beleuchtet werden. Vielleicht erkennen auch Sie durch diesen Impuls bereits heute KI- oder Automatisierungs-Potenziale für Ihr Projektmanagement von morgen!

Wie kann KI im Projektalltag konkret helfen?

Projektmanagement ist ein stark datengetriebenes Umfeld. Statusberichte, Zeitpläne, Risiken, Entscheidungen und Stakeholder:innenmanagement erzeugen täglich eine Vielzahl an Informationen, die mit Unterstützung von KI gezielter ausgewertet und genutzt werden können. Welche Rollen im Projektmanagement können konkret von KI profitieren und wie kann diese Unterstützung aussehen?

Portfolio- und Programmmanager:innen

Portfolio- und Programmmanager:innen

Im Portfolio- und Programmmanagement schafft KI insbesondere dort Mehrwert, wo viele Projekte parallel bewertet, priorisiert und aufeinander abgestimmt werden müssen. Sie unterstützt Verantwortliche u.a. dabei, Szenarien für Priorisierungsentscheidungen vorzubereiten und Abhängigkeiten zwischen Vorhaben frühzeitig sichtbar zu machen. Auf Basis historischer Projektdaten identifiziert sie zudem risikobehaftete Projektkonstellationen und weist auf erhöhten Steuerungsbedarf hin.

Hierbei kommen KI-basierte intelligente Portfolio-Dashboards zum Einsatz: Mit ihrer Hilfe können Initiativen anhand von Kriterien wie z. B. erwartetem Business Value, Risiko, strategischem Fit und Ressourceneinsatz bewertet und daraus Priorisierungsvorschläge abgeleitet werden. Auffällige Projekte – etwa systematisch verspätete oder budgetkritische Vorhaben – werden hervorgehoben und zusätzlich mit kurzen, KI-basierten Erläuterungen eingeordnet. So entsteht für Portfolio- und Programmmanager:innen eine fundierte Entscheidungsgrundlage, um gezielter steuern zu können und Ressourcen wirksam einzusetzen.

Projektleiter:innen

Für Projektleitungen liegt das Potenzial von KI vor allem in der operativen Entlastung bei Projektaktivitäten und in einer besseren Vorbereitung von (Projekt-) Entscheidungen. Insbesondere Risiken und Abweichungen können besser und schneller sichtbar gemacht werden und auch in der Projektplanung kann die KI unterstützen, indem sie Termine und Deadlines realistisch abschätzt: Ist-Daten wie Fertigstellungsgrade, Arbeitszeiten und Verzögerungsmuster aus der Vergangenheit können ausgewertet und daraus Wahrscheinlichkeiten für das Erreichen von Meilensteinen berechnet werden.
Projektleiter:innen sehen so frühzeitig, welche Termine gefährdet sind, wie sich Verzögerungen entlang des kritischen Pfads fortpflanzen und wo gezielte Gegenmaßnahmen nötig sind.

Auch in der Ressourcen- und Kapazitätsplanung, insb. in Multi-Projektumgebungen, kann die KI wertvolle Impulse liefern. Beispielsweise können KI-gestützte Assistenten frühzeitig Engpässe erkennen, Skills analysieren und zur Optimierung der Kapazitätsplanung konkrete Maßnahmen vorschlagen. Zudem lassen sich „Was-wäre-wenn“-Szenarien simulieren, etwa bei veränderten Startzeitpunkten, zusätzlichen Ressourcen oder Prioritätsverschiebungen. Zum Beispiel konnten in agilen Arbeitsumgebungen durch frühzeitige Warnungen bei Budgetabweichungen die Kostenüberschreitungen in Pilotstudien mit KI-integrierten Systemen um bis zu 30 % verringert werden.

Darüber hinaus kann KI die Erstellung von Status- und Management-Reports weitgehend automatisieren, indem sie Daten aus Projektmanagement-Tools, Zeiterfassung und Finanzsystemen zusammenführt und in standardisierte Berichte überführt. Die Projektsteuerung wird dadurch aktueller, konsistenter und weniger manuell, sodass Projektleitende sich stärker auf die Interpretation der Ergebnisse und die Ableitung von Maßnahmen konzentrieren können.

Projektmanagement Office (PMO)

Nicht nur Projektleitende selbst profitieren vom Potenzial der KI. Auch PMOs, die als organisatorische Einheiten innerhalb von Unternehmen durch Standards, Methoden, Koordination, Transparenz und Steuerung unterstützen, können gezielt durch den Einsatz von KI entlastet werden.

Da die Bandbreite der Tätigkeiten von PMOs sehr groß ist und von operativen bis hin zu strategischen Aufgaben reicht, werden in diesem Abschnitt nur einige Beispiele der Unterstützung durch KI hervorgehoben. Zum Beispiel agiert das PMO häufig als zentrale Schnittstelle in Terminen und Abstimmungsrunden, sodass vor allem in diesem Bereich KI gezielt entlasten kann: Durch die automatisierte Erstellung von Protokollen während oder anhand von Aufzeichnungen können Ergebnisse und Entscheidungen direkt strukturiert dokumentiert und weiterverarbeitet werden.

Weitere typische KI-Anwendungsfelder für PMOs sind zudem die Automatisierung von Statusberichten, die Analyse von Projektkennzahlen oder die Erstellung von Management-Summaries und Präsentationsunterlagen.

Ein weiterer zentraler Hebel für PMOs in der Anwendung von KI liegt im Wissensmanagement: KI kann Projektdokumentationen, Abschlussberichte und Lessons Learned analysieren, clustern und daraus typische Erfolgsfaktoren sowie wiederkehrende Risiken ableiten. Dieses Wissen lässt sich in Leitfäden, Checklisten oder Standardbausteine überführen und direkt in den im Alltag genutzten Tools verfügbar machen.

Ergänzend ermöglicht die KI auch die automatisierte Erstellung und Aktualisierung standardisierter Vorlagen wie Projektsteckbriefe, Projektaufträge, Lenkungskreis-Präsentationen oder Portfolio-Reports auf Basis weniger strukturierter Eingaben. Dadurch werden insbesondere PMOs mit administrativem Schwerpunkt von zeitintensiven Routineaufgaben entlastet und erhalten mehr Freiraum, ihre Rolle im Projektverlauf hin zu einem datengetriebenen Steuerungs- und Beratungsinstrument weiterzuentwickeln.

Product Owner:innen & Scrum Teams

Im Umfeld von agilen Projektmanagementteams liegt ein zentrales Potenzial von KI ebenfalls in der Reduktion operativer Routinetätigkeiten und der besseren Strukturierung der täglichen Arbeitsflut. Eingehende Anfragen aus unterschiedlichen Kanälen wie E-Mails, Chats, Fehlerlogs oder Serviceportalen können automatisch analysiert und in strukturierte Tickets überführt werden. Dabei erkennt KI den jeweiligen Typ (z. B. Bug, neue Anforderung oder Rückfrage), ordnet die Tickets passenden Projekten oder beispielsweise Epics zu und schlägt eine erste Priorisierung vor. Dadurch wird ungeordnete Eingangskommunikation reduziert und insb. Product Owner:innen wird mehr Fokus auf Priorisierung und inhaltliche Abstimmung ermöglicht.

Darauf aufbauend kann KI auch die Aufwandsschätzung und Sprint-Planung von Scrum Teams unterstützen. Durch die Auswertung historischer Sprintdaten, Durchlaufzeiten und tatsächlicher Aufwände lassen sich fundierte Vorschläge für Story-Point-Schätzungen ableiten. Dies ermöglicht realistischere Sprint-Scopes, frühzeitige Erkennung von Kapazitätsengpässen und belastbarere Commitments gegenüber Stakeholder:innen, ohne jedoch die Verantwortung der Teams für die finale Planung zu ersetzen.

Insgesamt wird KI im agilen wie auch im klassischen Projektkontext zunehmend zu einem operativen Facilitator. Teams werden dabei nicht ersetzt, sondern gezielt von (Routine-) Aufgaben entlastet und in der Vorbereitung von Entscheidungen unterstützt. Durch den Einsatz von KI im Projektmanagement entsteht ein nahtloser Übergang von rollenbasierter zu systemgestützter Intelligenz, wobei KI nicht nur als operativer Unterstützer, sondern zunehmend auch als strategischer Sparringspartner im Projektalltag wirkt.

Typische Stolperfallen bei der Einführung von KI im Projektmanagement

Die Einführung von KI im Projektmanagement bietet enormes Potenzial. Gleichzeitig ist sie mit Herausforderungen verbunden, die häufig unterschätzt werden. Wer diese Stolperfallen frühzeitig erkennt und gezielt adressiert, erhöht die Erfolgschancen deutlich und schafft die Grundlage für nachhaltige Effizienzgewinne.

  • Icon Technologie vor Nutzen

    Technologie vor Nutzen

    Ein zentraler Stolperstein beim Einsatz von KI im Projektmanagement liegt in der fehlenden Verzahnung von Technologie und Strategie. Viele Organisationen starten mit der Einführung von KI-Tools, ohne zuvor konkrete Anwendungsfälle oder ein klares Zielbild definiert zu haben. Der Fokus liegt dabei auf der Technologie selbst, nicht auf dem tatsächlichen Mehrwert für Projekte, Teams oder Stakeholder:innen. Gleichzeitig mangelt es häufig an einer übergeordneten Strategie: KI-Initiativen entstehen isoliert, ohne langfristige Einordnung oder klare Priorisierung. Das führt zu Insellösungen, geringer Skalierbarkeit und ausbleibenden Effizienzgewinnen.

    Unsere LEITWERK-Empfehlung:
    Der Einsatz von KI im Projektmanagement sollte immer aus einer klaren Strategie heraus erfolgen und sich konsequent am Nutzen orientieren. Ausgangspunkt ist eine fundierte Analyse der bestehenden Projektmanagement-Prozesse, um konkrete Herausforderungen und Ineffizienzen zu identifizieren. Darauf aufbauend sollten Unternehmen ein klares Zielbild entwickeln, strategische Ziele definieren und relevante Use Cases entlang ihres erwarteten Mehrwerts priorisieren. Erst dann gilt es, passende KI-Lösungen auszuwählen. Eine übergreifende Roadmap hilft dabei, Einzelinitiativen zu bündeln, sinnvoll zu steuern und nachhaltig zu skalieren.

  • Icon Fehlende Datenbasis

    Fehlende Datenbasis

    KI-Systeme sind nur so leistungsfähig wie die Daten, auf denen sie basieren. In vielen Organisationen ist die Datenlandschaft im Projektmanagement jedoch fragmentiert, uneinheitlich und nur eingeschränkt nutzbar. Typische Ursachen für eine fehlende Datenbasis sind unvollständige oder inkonsistente Dokumentationen sowie die Nutzung unterschiedlicher Tools ohne durchgängige Datenintegration. Diese Faktoren erschweren nicht nur den Einsatz von KI, sondern können auch zu fehlerhaften, verzerrten oder wenig belastbaren Ergebnissen führen.

    Unsere LEITWERK-Empfehlung:
    Vor der Einführung von KI sollte die Datenbasis gezielt strukturiert, analysiert und verbessert werden. Dazu gehören die Sicherstellung einer konsistenten und vollständigen Dokumentation, sowie, wenn möglich, die Harmonisierung der eingesetzten Tools und Systeme. Eine qualitativ hochwertige Datenbasis ist die zentrale Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von KI im Projektmanagement und muss zwingend vor einem Einsatz von KI analysiert werden.

  • Icon Unzureichendes Change Management

    Unzureichendes Change Management

    Die Einführung von KI im Projektmanagement ist nicht nur ein technologisches Vorhaben, sondern vor allem ein tiefgreifender organisatorischer Wandel. Arbeitsweisen verändern sich, Verantwortlichkeiten verschieben sich und neue Kompetenzen werden erforderlich. In der Praxis zeigt sich häufig Skepsis im Team, Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Rollen oder auch Zurückhaltung im Umgang mit neuen Technologien. Wird dieser Veränderungsprozess nicht aktiv gestaltet, kann dies die Akzeptanz und damit den Erfolg der KI-Einführung erheblich beeinträchtigen.

    Unsere LEITWERK-Empfehlung:
    Ein strukturiertes Change Management ist entscheidend. Dazu gehören gezielte Schulungsmaßnahmen, eine transparente und frühzeitige Kommunikation sowie die aktive Einbindung der Mitarbeitenden. Dabei ist es besonders wichtig, dass Mitarbeitende umfassend geschult werden und klare Leitlinien zu Do's and Don'ts im Umgang mit neuen Technologien erhalten. Pilotprojekte können helfen, erste Erfahrungen zu sammeln, Vertrauen aufzubauen und konkrete Mehrwerte sichtbar zu machen, bevor eine breitere Umsetzung erfolgt.

  • Icon Fehlende Integration in bestehende Prozesse und Tools

    Fehlende Integration in bestehende Prozesse und Tools

    KI-Lösungen entfalten ihren Mehrwert nur dann vollständig, wenn sie nahtlos in bestehende Projektmanagement-Prozesse und Systemlandschaften integriert sind. In der Praxis werden jedoch häufig isolierte Anwendungen eingeführt, die parallel zu bestehenden Tools genutzt werden müssen. Die Folge sind Medienbrüche, zusätzlicher Aufwand für Projektteams und eine geringe Akzeptanz im Arbeitsalltag.

    Unsere LEITWERK-Empfehlung:
    KI sollte gezielt in bestehende Prozesse und Tools eingebettet werden, anstatt parallele Strukturen zu schaffen. Schnittstellen, Automatisierungen und eine möglichst nahtlose User Experience sind entscheidend, damit KI-Lösungen im Projektalltag tatsächlich genutzt werden und Effizienzgewinne realisiert werden können.

  • Icon Unrealistische Erwartungen an KI

    Unrealistische Erwartungen an KI

    KI wird häufig als „Wundermittel“ betrachtet, das komplexe Probleme im Projektmanagement vollständig automatisiert lösen kann. Diese Erwartungshaltung führt schnell zu Enttäuschungen, wenn Ergebnisse nicht den hohen Erwartungen entsprechen. Insbesondere bei unklaren Anforderungen oder unzureichender Datenbasis stößt KI an ihre Grenzen.

    Unsere LEITWERK-Empfehlung:
    Ein realistisches Verständnis der Möglichkeiten und Grenzen von KI ist entscheidend. KI sollte als unterstützendes Werkzeug betrachtet werden, das Projektmanager:innen entlastet und bessere Entscheidungsgrundlagen liefert – jedoch nicht als vollständiger Ersatz menschlicher Expertise. Klare Zieldefinitionen und messbare Erfolgskriterien helfen, Erwartungen zu steuern.

Wie sich das Projektmanagement zukünftig ändern wird
Unser Fazit

Künstliche Intelligenz wird das Projektmanagement und insbesondere zentrale Steuerungseinheiten wie PMOs nicht ersetzen, ihre Rolle innerhalb von Organisationen jedoch grundlegend verändern. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten verlagert sich zunehmend hin zu einer datengetriebenen Steuerung und Entscheidungsunterstützung. Künftig werden KI-gestützte Analysen und Portfoliobewertungen sowie datenbasierte Entscheidungsgrundlagen eine deutlich größere Rolle spielen.

Diese Entwicklung ist eng verknüpft mit einer klaren KI-Strategie. Unternehmen stehen vor der Frage: Wie nutze ich künstliche Intelligenz konkret im Projektalltag, und wie lassen sich sinnvolle KI-Projekte identifizieren und skalieren? Die Antwort liegt in einem pragmatischen Vorgehen, beispielsweise durch einen gezielten Einstieg über einzelne konkrete und wertstiftende Use Cases.

Dabei zeigt sich: Künstliche Intelligenz bietet enormes Potenzial für Tätigkeiten im Projektmanagement, von Effizienz- und Transparenzgewinnen bis hin zu einer verbesserten Entscheidungsqualität und vereinfachten Entscheidungsfindung. Dies gilt insbesondere deshalb, weil der Einsatz von KI im Projektmanagement einen ganzheitlichen Blick auf Projekte und Portfolios von Organisationen bzw. Organisationseinheiten fördert.

Gleichzeitig wird jedoch deutlich, dass Technologie allein nicht ausreicht. Der nachhaltige Erfolg hängt maßgeblich von einem aktiven Change Management, dem Aufbau neuer Kompetenzen, sowie einer klaren Kommunikation ab. Nur wenn Mitarbeitende befähigt und eingebunden werden, kann KI ihr volles Potenzial entfalten.

Trotz aller Möglichkeiten ist es wichtig, auch die Grenzen von KI zu berücksichtigen. Insbesondere im Bereich der zwischenmenschlichen Kommunikation oder bei der Lösung komplexer Konflikte bleibt menschliche Erfahrung, Empathie und Urteilsvermögen unverzichtbar. KI kann hier unterstützen, aber nicht ersetzen.

Unternehmen, die Künstliche Intelligenz gezielt und verantwortungsvoll in ihr Projektmanagement integrieren, legen den Grundstein für eine moderne, datengetriebene Projektsteuerung und erhöhen nachhaltig den Projekterfolg.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

01
Wie kann KI das Projektmanagement konkret unterstützen?

KI unterstützt im Projektmanagement vor allem durch Automatisierung, komplexen Datenanalysen und die Bereitstellung besserer Entscheidungsgrundlagen. Sie hilft u. a. dabei, Projekte zu priorisieren, Risiken frühzeitig zu erkennen, Ressourcen effizienter zu planen und Statusberichte zu automatisieren. Dadurch werden operative Aufgaben reduziert und Projektverantwortliche gewinnen mehr Zeit für strategische Steuerung und Entscheidungsfindung.

02
Welche Projektmanagement‑Rollen profitieren besonders von KI?

Besonders profitieren Portfolio- und Programmmanager:innen, Projektleiter:innen, PMOs und auch agile Teams. Während im Portfoliomanagement vor allem datenbasierte Priorisierung und Szenarien im Fokus stehen, unterstützt KI Projektleitungen bei Planung, Risikoanalyse und Reporting. PMOs werden durch Automatisierung und Wissensmanagement gestärkt, während agile Teams vor allem von weniger administrativem Aufwand und besserer Sprint-Planung profitieren.

03
Ersetzt KI Projektmanager:innen oder PMOs in Zukunft?

Nein. KI ist kein Ersatz für menschliche Expertise, sondern ein unterstützendes Werkzeug. Insbesondere Aufgaben wie Führung, Stakeholder:innenmanagement oder Konfliktlösung bleiben menschlich geprägt. KI übernimmt vor allem vorbereitende, analytische und administrative Tätigkeiten und stärkt damit die Rolle des Projektmanagements als strategische Steuerungseinheit.

04
Welche Voraussetzungen sollten Unternehmen für den erfolgreichen Einsatz von KI im Projektmanagement schaffen?

Die größten Herausforderungen liegen in einer fehlenden Strategie, unzureichender Datenqualität, mangelndem Change Management sowie isolierten Tool-Lösungen. Zudem werden die Möglichkeiten von KI häufig überschätzt. Erfolgreich ist die Nutzung von KI im Projektmanagement vor allem dann, wenn sie gezielt in bestehende Prozesse integriert, auf konkrete Use Cases ausgerichtet und durch ein strukturiertes Change Management begleitet wird.

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